Montessori Phänomen

Die Pädagogik Maria Montessoris ist nichts Neues. Sie ist schon seit über 100 Jahren bekannt und stellt eine Alternative zur traditionellen Bildung dar. Der zugrundeliegende, philosophische Gedanke ist immer aktuell und geht mit der Zeit. Jedem Menschen wird von Anbeginn seines Lebens mit Wertschätzung begegnet. Doch was genau ist das Besondere dieser Pädagogik und weshalb entscheiden sich die Eltern für Einrichtungen, welche diesem Verständnis des Lehrens und Lernens folgen? Maria Montessori sagte: „ Der Mensch welcher unabhangig ist und all seine Kräfte zur Ausführung der Aufgabe einsätzen kann, besiegt sich selbt, bildet sicht fort und entwickelt seine Fähigkeiten. Die Menschen der nächsten Generationen werden stark sein, wenn sie unabhängig und frei sind.” In einer Einrichtung, die im Sinne der Maria Montessori Philosophie wirkt, achtet man die Individualität des Kindes und akzeptiert es so wie es ist. In der speziell angepassten, eingerichteten und vorbereiteten Umgebung findet das Kind Respekt, Achtung und Liebe. Wir wollen die Kinder zu sensiblen und liebenden Menschen erziehen, welche für sich und die Welt Verantwortung übernehmen.

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Freie

Arbeit

Freie Arbeit ist eine Zeit, in der alle machen was się wollen!

Ja! Jedoch ist jede Aktivität und jede Entscheidung des Kindes zielgerichtet und zweckmäβig. Alle Kinder haben die Möglichkeit gemäβ ihren Interessen und Fähigkeiten zu lernen. Sie können frei jene Aufgaben und Materialien auswählen, welche ihrem Alter und ihren Möglichkeiten entsprechen. Indem sie täglich fast drei Stunden ihren selbstgewählten Aktivitäten nachgehen, lernen sie die Übernahme von Verantwortung. Allein wählen sie nicht nur das Material, mit welchem sie sich befassen wollen, sondern auch den Arbeitsort, die Arbeitszeit, also die Länge der Auseinandersetzung, sowie die Arbeitsform (Gruppen-,Paar- oder Alleinarbeit). Die Freude an der Arbeit ist sehr wichtig, da diese die Effektivität des Lernens positiv beeinflusst.

 
 
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Lehrerin

Nach Montessori sind die Lehrerinnen und Lehrer nicht nur alleinige Lenker und Führer des Lernprozesses der Kinder, sondern sie sind vielmehr Förderer und Gehilfen, welcher die vom Kind zu leistende Aufbauarbeit der eigenen Persönlichkeit mit Verständnis begleiten.

Die erste und wichtigste Aufgabe dieses Gehilfen besteht in dem Erschaffen, bzw. der Wahrung einer inneren Haltung gegenüber dem Kind, welche von Achtung und Vertrauen in die Taten und Enstscheidungen des Kindes, sowie der Anerkennung seiner intrinsischen Würde, geprägt ist. Die Lehrerinnen und Lehrer beobachten die Kinder, ihre Entscheidungen und Interessen. Als „roter Faden” dient dem Lehrer nicht ein starrer Lehrplan mit fest umschriebenen Lernzielen, sondern vielmehr das Wahrnehmen und Beachten der Lernfenster, welche sich in den Sensiblen Phasen zeigen. Anhand der Beobachtungen ist es dem Lehrenden möglich, die jeweiligen Interessen, Potenziale, Bedürfnisse, Fähigkeiten und Präferenzen der Schülerinnen und Schüler einzuschätzen. Durch die spezifische, angepasste Auswahl der Materialien, bilden diese in ihrem geordneten und sauberen Zustand die vorbereitete Umgebung.

Die Bildung der Peresönlichkeit der Kinder findet jedoch nicht nur in der Schule statt. Die Eltern bilden einen wichtigen Teil auch im Rahmen der Pädagogik Maria Montessories! Als „Bildungspartner” sind się zur Zusammenarbeit und dem Teilen der zugrundeliegenden Werte sowie des Bildungsverständnisses, eingeladen.

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Vorbereitete Umgebung

Die vorbereitete Umgebung ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil der Montessori-Pädagogik. Sie gibt dem Kind die Möglichkeit, sich nach und nach vom Erwachsenen zu lösen und selbstständig die Fähigkeiten zu erwerben, die es für die Entwicklung seiner Unabhängigkeit benötigt.  Die Umgebung muss kindgerecht sein, so dass das Mobiliar in Montessori-Einrichtungen auf die Proportionen des Kindes abgestimmt ist. Das Material soll sich freistehend, in Augenhöhe der Kinder, in einem Regal befinden, so dass sowohl sein Äußeres, als auch seine Platzierung im Raum einen Aufforderungscharakter aufweisen. Da jedes Material nur einmal vorhanden ist, lernen die Kinder gegenseitige Rücksichtnahme. Die Kinder wählen bei Montessori frei, ihrem jeweiligen Entwicklungsstand entsprechend, mit welchem Material sie arbeiten möchten.  Wenn jedoch von einer vorbereiteten Umgebung gesprochen wird, ist nicht nur der Klassenraum gemeint. Darüber hinaus zählen auch die Kindergarten- oder Schulgebeude, die Gärten mit den dortbefindlichen Gegenständen, sowie die Montessori Lehrerinnen und Lehrer dazu.

Altersmischung

Altersmischung hat in der Montessori-Pädagogik einen zentralen Stellenwert. Sowohl innerhalb der Familie, als auch in der Gesellschaft, wachsen Kinder unter Menschen verschiedenen Alters auf. Die Altersmischung innerhalb der Gruppe stellt somit nichts Ungewöhnliches dar. Sie bietet vielmehr verschiedenste Möglichkeiten zur gegenseitigen Hilfe, Kooperation und Rücksichtnahme und somit zum Einüben von Toleranz und solidarischem Umgang im Miteinander.- so wie im „richtigen” Leben.

Die Kleinen lernen von den Groβen sowol im Kindergarten, als auch in der Schule. Innerhalb der Freiarbeit kann jeder Schüler sich einmal als Lehrling ein anderes Mal als Lehrmeister erleben, je nachdem, wie weit er sich in die Handhabung einzelner Montessori-Materialien eingearbeitet hat- unabhängig davon, ob er zu den „Großen” oder den „Kleinen” gehört.

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